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Katalog //

1997 Zeppelin European Mastercourse on Design

Editor: Erik Krogh, Head of laboratories for Research and Technology, Dernmark Designschool, Kopenhagen

Technik //

Gestauchtes Holz wird folgendermaßen hergestellt und verwendet:Rohholz, vor allem Hartholzarten wie Buche, Esche, Eiche u.v.m. werden zu passenden Dimensionen aufgeschnitten (Holzbalken bis zu 3m lang und 20x20cm im Durchmesser), durch Erwärmung erweicht und ohne Chemikalien in die Stauchmaschine angebracht. In der Maschine wird es einem Druck in der Längsrichtung ausgesetzt, sodass die Zellwände quergefaltet, d.h. wie eine Ziehharmonika zusammengefaltet werden. Genau diese Zellen bewirken, dass gestauchtes Holz gebogen werden kann. Wenn das Holz in seiner gebogenen Form getrocknet wird, bleibt es auch in seiner gewünschten Form.Vorteile des gestauchten Holz sind unter anderem, dass es umweltfreundlich hergestellt und ohne Verwendung von Chemikalien und Kleber verarbeitet wird. Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass gestauchtes Holz gelagert und im kalten Zustand ohne Zeitdruck gebogen werden kann. Es kann in alle Richtungen gebogen und gedreht werden.

Geschichte //

Das Biegen von Holz durch Dampferwärmung kennt man seit dem Altertum. Das Dampfbiegen erfordert ein großes handwerkliches Geschick, u.a. da das biegen direkt nach dem Dämpfen geschehen muss, solange das Holz noch warm ist.
Viele Jahre lang hat man versucht bessere Methoden zum industriellen biegen von Holz zu entwickeln. Der entscheidende Durchbruch gelang 1988, als das DTI/Holztechnik ihren ersten Prototyp einer Stauchmaschine entwickelte.

Team: u.a. Ove Hansen, Bjarne Rasmussen

VIDEO //

workshop Denmark

Directed by Peik Suyling. Amsterdam